Mittwoch, 14. Juni 2017

NYPD- Ein verhängisvoller Fall 5.2


NYPD- Ein verhängnisvoller Fall Kapitel 5.2 (Aus der Sicht von Teresa Mancy)

"Wer ist denn das Opfer?" Das war in letzter Zeit mit all dem, was passiert war, eher eine rhetorische Frage. Diese Frage hatte ich an die beiden Police Officers gerichtet, die durch einen Anruf an die Notrufzentrale hierher beordert wurden.
"Laut dem anonymen Anrufer heißt sie Samantha Harper, sie arbeitet für die "Special Unit for hard delicts."
Es dauerte etwas, bis ich wirklich begriff, über wen sie da geredet hatten. "Was?!" Ich starrte die beiden an, als hätten sie mir, einer Atheistin, gerade versucht zu erklären, dass es Geister gibt. Ich stellte alles in Frage, was nicht bewiesen war und wofür es ausreichenden Verdacht gäbe, an dies zu glauben.
"Ist alles ok, Tess?" Danny kam von hinten heran, strich mir leicht über den Rücken, doch ich schüttelte seine Hand leicht genervt weg.
"Wo liegt sie?", fragte ich wieder die beiden, die über meine Reaktion mehr als nur überrascht waren. Als beide mir nicht antworteten, wurde ich ungeduldig.
"Wo liegt sie?!", wiederholte ich meine Frage deutlicher und etwas schroffer, als ich es eigentlich wollte. Einer der beiden, von dem man nur raten konnte, dass er grade frisch von der Academy gekommen war, nickte in die eine Richtung und ich ließ sie einfach stehen.
Ich rannte, ohne darauf zu achten, ob ich irgendwen dabei störte, denn ich hatte nur eines im Kopf: meine beste Freundin.
Ohne zu wissen, ob sie überhaupt noch am Leben war, denn auch bei mir galt: Die Hoffnung stirbt nie.
In manchen Fällen, war Hoffnung das einzige, was einen am Leben erhält.
Langsam sah ich deutlich, wie eine Frau auf dem Rücken lag. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Atem so schwach, dass man kaum sehen konnte, dass sie überhaupt atmete.
"SAM?!" Weinend ließ ich mich neben sie fallen. Auch wenn ich meine Gefühle nicht oft zeigte, konnte ich sie heute nicht verbergen. Auch wenn ihr Gesicht makellos aussah, wusste ich, dass sie Schmerzen hatte. Angeschossen zu werden, war immer schmerzvoll, doch ihre Schmerzen kamen auch von innen. Der Zustand ihrer Cousine verschlimmerte sich immer mehr und ihre Tante starb vor Sorge.
"Tess..." Danny war mir gefolgt, zog mich auf die Beine und nahm mich ohne Worte in den Arm. "Sie wird es überleben, du kennst sie. Sie gibt nicht einfach so auf." Ich hob langsam meinen Kopf und sah ihn mit meinen geröteten grünen Augen an. Ich wusste, dass er das nur gesagt hatte, um mich aufzumuntern, doch das hatte nicht wirklich funktioniert. July ging langsam zu uns, ihr sah man deutlich an, dass sie sich selbst die Schuld gab.
"Also... was ist passiert?" Ihre Stimme war ein leises, raues Flüstern, während ihr eine Träne die Wange herunter rollte.
"Sie war normal joggen, als sie den Täter gesehen hatte, den sie suchen. Sie ist ihm hinterhergelaufen, als er wegrennen wollte, obwohl sie wohl nicht im Dienst gewesen war. Er hatte sie abgehängt und ausgetrickst. Ihr wurde wohl auch in den Rücken geschossen."
Erst da bemerkte ich den Mann, der die ganze Zeit neben ihr gekniet hat, sich um sie gekümmert hatte.
"Michael?!" Auch wenn ich Sam anfangs nicht glauben wollte, dass er versucht hatte, den anderen Opfern das Leben zu retten, war ich jetzt echt froh, das er hier war. "Ja Teresa."
Ich überhörte förmlich, dass er mich geduzt hatte, doch Julys Blick sprach Bände.
"Wenn ich sie nur nicht abgezogen hätte...", begann July, wurde aber sofort von mir unterbrochen. "July hör auf, das bringt doch nichts. Du wolltest, dass sie in der Nähe ihrer einzigen lebenden Verwandten ist. Du wolltest, dass sie für andere da ist. Du konntest nicht wissen, dass sie joggen gehen würde."

Es kamen weitere Sirenen in unsere Nähe. Ein Krankenwagen hielt mit quietschenden Reifen hinter den Polizeiwägen...
Fortsetzung folgt...
LF

Palmengarten

Der Palmengarten liegt in der Mitte von Frankfurt, es gibt ganz unterschiedliche Pflanzen aus der ganzen Welt. Der Palmengarten ist für Na...